WaldHaus Freiburg
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NaturStadtSchule Wochenbericht KW 46 vom 10.11.-14.11.2014

 

Betreuung: Philipp Gottwald (WaldHaus Projektleitung) , Johannes Grob (FÖJ)

Teilnehmer: 8 SchülerInnen des pädagogischen Time-Out Projektes der Lernstatt Freiburg

Alter: Klasse 8, 14 Jahre

Projektinhalt: Baumpflanzaktion am Opfinger Baggersee

 

Arbeiten im Freien und Das Mitte November? Für SchülerInnen zunächst keine einladende Vorstellung. Und am Montag war es dann tatsächlich kühl und regnerisch. Aber erstaunlicherweise tat das Wetter dem Tatendrang der Gruppe keinen Abbruch. Schließlich hatten sie sich zu Aufgabe gemacht ein Zeichen gegen den Klimawandel zu setzen. Bäume entziehen der Athmosphäre CO 2 und binden es langfristig. Deshalb war der Plan der Woche 20 Bäume am Opfinger Baggersee zu pflanzen. Das ist eine Investition in die Zukunft. Zudem dienen die neuen Bäume als Schattenspender für die Besucher des Badesees.

 

An den ersten drei Tagen war die Schülergruppe im Freiburger Schulwald, einer Aussenstelle des WaldHauses im Sternwald tätig. Zunächst mussten für jeden Baum drei Baumpfähle hergestellt werden. Dazu wurden unterständige Douglasien Stangen gefällt. Jetzt stellt sich natürlich die Frage ob es nicht widersinnig sei, Bäume zu fällen um andere zu pflanzen? Dabei gilt es zu bedenken, dass die Bäume im Wald teilweise so dicht wachsen, dass die einen von anderen überwachsen werden und schließlich absterben würden. Im Rahmen einer Durchforstung greift der Förster steuernd in diese Wachstumsdynamik ein und entnimmt weniger vitale, qualitativ schlechtere Bäume. Diese Durchforstungsmassnahme wurde von den SchülerInnen durchgeführt. Die Bäume am Baggersee wurden zusätzlich zum vorhandenen Baumbestand angepflanzt und gehen damit positiv in die Gesamt CO2 Bilanz ein.

Die Arbeiten im Sternwald wurden von dieser kleinen Gruppe weitgehend selbst organisiert. Die Projektleitung musste lediglich in die handwerklichen Arbeiten einführen. Dann klappte alles wie am Schnürchen und am Mittwoch waren 60 Baumpfähle fertig.

 

Donnerstags wurden dann zwanzig Bäume mit drei Metern Länge und großen Wurzelballen am Baggersee angeliefert. Mit einem Forstschlepper wurden sie Gruppenweise nach Baumart (Linde, Feldahorn, Spitzahorn und Sieleiche) auf der großen Liegewiese verteilt. Dann wurden von den SchülerInnen mit Hacken und Spaten große Löcher gegraben und die Bäume eingesetzt. Um die Bäume wurden Dreiböcke aus den Baumpfählen konstruiert. Die Bäume wurden zur besseren verankerung bei Wind mit Kokosstrick daran befestigt.

 

Dieses Projekt hatte einen ganz besonderen Charakter. Die SchülerInnen haben ganz maßgeblich dazu beigetragen ihre Umwelt zu gestalten. Das Landschaftsbild am See wurde durch diese Aktion sehr positiv verändert.