WaldHaus Freiburg
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Die sechste Projektwoche vom 7.7.-11.7.2014

 

Betreuung: Philipp Gottwald (WaldHaus Projektleitung), Leonid Krebs (FöJ)

Teilnehmer: 18 SchülerInnen der Tunibergschule Opfingen

Alter:  7 Klasse | 13 Jahre

Projektinhalt: Bau von Trockenmauern am Opfinger Baggersee

 

Nachdem die Firma Peter nach 4 Jahrzehnten die Kiesförderung am Opfinger Baggersee eingestellt hat befindet sich das Gebiet seit den Frühjahr im Wandel. Im Südlichen Teil des Sees entsteht ein Naherholungsgebiet mit Liegewiese, Sportmöglichkeiten und Kiosk.

Im Nördlichen Teil wird es ein Biotop und Artenschutzgebiet geben, welches von den Besuchern des Sees gemieden werden soll.

Im Mittleren Teil, also in der Übergangszone zwischen den zwei Bereichen wurde das Projekt NaturStadtSchule aktiv. In Absprache mit der Naturschutzbeauftragten Dagmar Reduth und dem zuständigen Revierleiter des Forstamts Freiburg Herrn Markus Müller wurde ein Konzept zur Förderung des vorhandenen Artenreichtums erstellt.

Kiesgruben wie am Opfinger Baggersee stellen seltene Ruderalflächen dar, die es Trockenheitsliebenden Arten ermöglichen sich anzusiedeln. Mit der Einstellung der Kiesförderung verschwinden im Laufe der Zeit auch die Trockenflächen, da sich die Vegetation wieder ansiedelt. Um ganz bewusst Trockene Standorte auf Dauer zu erhalten wurde in der Woche vom 7.7. -11.7. mit einer siebten Klasse der Tunibergschule in Opfingen drei Trockenmauern aus Kalkbruchsteinen angelegt.

Gleich am Montag wurden mit einem LKW  10 Tonnen Kalkbruchsteine von einem nahegelegenen Steinbruch angeliefert. 

Mit Hacken, Spaten und Schaufeln begannen die SchülerInnen an drei etwa 5m langen Abschnitten entlang eines Erdwalls das Gelände so zu gestalten, dass die Trockenmauern zum Abstützen des Erdwalles dienen können. Dazu wurde der Hang angegraben und der Boden eingeebnet. Den ganzen Tag wurde geschaufelt und geschwitzt. In der Mittagspause gab es Spagetti.

An den folgenden drei Tagen gab es schwere Stürme, Gewitter, und lang anhaltenden Regen. Am Dienstag war das Unwetter so stark, dass nicht gearbeitet werden konnte. Am Mittwoch und Donnerstag waren die Schüler trotz knöcheltiefem Schlamm eifrig am Steine schleppen und Mauern aufschichten. Erst am Freitag beruhigte sich das Wetter. An diesem Tag konnten die Arbeiten auch abgeschlossen werden. Trotz der widrigen Umstände während der Projektwoche sind alle 3 Mauern fertig geworden und die SchülerInnen sind stolz auf ihre Ergebnisse. Außerdem hat den meisten die Projekt Woche Spaß gemacht.