WaldHaus Freiburg

Die Projektwochen

Projekte 2019:

 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus   Projektleitung), Verena Mörtel (Praktikantin)

Teilnehmer: 18 SchülerInnen der Internationalen Schule Römerhof

Alter: 18-25 Jahre

Projektpartner: Forstamt Freiburg

Projektinhalt: Anlage von Bienenweide und Bau eines Insektenhotels

 

 

Schülerinnen Stellen ein etwa zwei Meter großes Insektenhotel in Nähe einer Hauswand auf.Standort für diese Projektwoche war der Wiesenbereich am Südende des großen Opfinger Sees. Aufgabe war es, an einem alten Schuppen beim Parkplatz eine 4x20m zugewachsene Brachfläche zu einer Bienenweide umzugestalten. Dazu wurde zunächst der vorhandene Bewuchs (Pionierpflanzen und einzelne Bäume) entfernt. Der Boden wurde umgegraben und die weitverzweigten Wurzeln gründlich beseitigt.

 

Bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein gingen die Arbeiten gut voran, in den Pausen konnte sogar das Beachvolleyballfeld genutzt werden. Ab Tag 3 zeigte sich der April allerdings mit kühlem und wechselhaftem Wetter, an einem Morgen gab es sogar noch Schneefall. Zum Glück konnten wir eine Halle vom Betriebshof des Forstamts direkt neben dem Schuppen für die weiteren Tage als Aufenthalts- und Arbeitsplatz nutzen.Dort hat die Klasse an Tag drei und vier aus aufgeschnittenen Stämmen ein Insektenhotel gebaut. Eine handwerkliche Herausforderung: Genaues Sägen und Aussparungen mit dem Stecheisen herausarbeiten, anschließend alles zusammenschrauben.

 

Um das Insektenhotel stabil aufzustellen wurden zwei 70cm tiefe Löcher gegraben und das Gerüst dort mit Erde und Steinen festgestampft.Parallel wurde an der Füllung für das „Hotel“ gearbeitet. In Holzklötze wurden Löcher als Nistplätze gebohrt und die einzelnen Regale mit Binsenmatten gefüllt.

 

Am letzten Tag konnte in einer trockenen Phase eingesät werden. Über die Saat kam eine dünne Schicht Kompost und mit Brettern wurde alles angedrückt.

 

Um das Beet vor Zutritt zu schützen wurden aus dem Wald 25lfm Stämme geholt und mit Pflöcken am Boden befestigt.

Mittlerweile ist die Saat aufgegangen und eine schöne Bienenweide entstanden.

 

 

 

 

 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus Projektleitung), Alexandra Demel (FöJ)

Teilnehmer: 14 SchülerInnen der Karlschule

Alter: 12-14 Jahre

Projektpartner: Kinderabenteuerhof Freiburg e.V.

Projektinhalt: Bau einer Trockenmauer, Pflanzung von Bienenweide und Obstbäumen, Anlage eines Weges, Bau von Benjeshecken

 

 

Schülerinnen und Schüler sitzen rechts im Bild auf einer kleinen Mauer. Sie tragen Sicherheitswesten und halten Gartenwerkzeuge in den Händen. Vor ihnen liegt ein bereits umgegrabenens Beet. Sie schauen aufmerksam auf den Projektleiter, der links im Bild auf dem Beet steht.Diese Projektwoche fand in Kooperation mit dem Kinderabenteuerhof Vauban e.V. statt. Nach einem ersten Kennenlernen konnte die Klasse auf dem Gelände des Abenteuerhofs ihren „Lagerplatz“ beziehen. Da regnerisches Wetter bevorstand war die erste Aufgabe einen Pavillon (6x3m) als Regenschutz aufzubauen. Hier waren die Kinder gleich gefordert mit zu überlegen, wie die einzelnen Stangen zusammen gehören… Bei einer Besichtigung des Geländes wurden dann die einzelnen Arbeiten vorgestellt.

 

2018 hatte eine Klasse der Karlschule drei große Kompostrotten gebaut. Diesmal sollte der Platz davor als Lebensraum für Tiere und Pflanzen gestaltet werden. Zunächst war der erste Auftrag, das leicht abfällige Gelände mit einer Trockenmauer zu terrassieren. Bei leichtem Regen waren alle fleißig beim Schaufeln dabei, so dass eine Geländestufe entstand. Am zweiten Tag wurden mit Schubkarren die Sandsteine für die Trockenmauer angekarrt und zu einer etwa halben Meter hohen Mauer aufgebaut. Am Tag 3 und 4  wurde neben den Terrassenstufe ein Weg angelegt. Dazu wurde der Boden ca. 30-40cm ausgehoben, an den Seiten mit Schwartenbrettern befestigt und abschließend mit Rindenmulch befüllt. Am letzten Tag wurde auf den Terrassen noch Bienenweide gesät und drei Johannisbeersträucher gepflanzt.

 

Parallel haben 3-4 Kinder vier Apfelbäume gepflanzt. Diese wurden zunächst von der benachbarten Waldorfschule als Spende aus deren Schulgarten abgeholt. Als nächster Schritt mussten vier 50cm tiefe Löcher ausgehoben werden. Für die Pflanzung sollte der Humus aus den neuen Kompostrotten verwendet werden. Dazu musste allerdings erstmal viel Schnittgut auf Benjeshecken geschichtet werden und die Erde in der Rotte umgegraben werden, um die Feinerde nutzen zu können. Der schwere, lehmige Boden wurden dann mit Humus aus den Kompostrotten vermischt und die Bäume eingepflanzt. Damit die Bäume auf der Schafweide gut wachsen, wurden sie noch durch einen Schutzzaun auf 2m Höhe gesichert. Das hieß Pfosten einschlagen und den Zaun mit Krampen befestigen, eine mühsame Arbeit.                                                                     

 

Außerdem konnten die Kinder den Abenteuerhof unterstützen, als die Schafställe ausgemistet werden mussten.

Trotz des regnerischen Wetters waren die Kinder sehr schaffig und konnten am Ende der Woche stolz auf die geleistete Arbeit blicken. Viel Spaß hatten  die Kinder auch in den Pausen auf dem Gelände des Abenteuerhofes, das zum Entdecken und Klettern einlud. Aufgrund des eher kühlen und regnerischen Wetters war auch das Feuermachen ein beliebter Programmpunkt. Kulinarische Highlights waren die Pizza aus dem Lehmofen und zum Abschluss gemeinsames Grillen. Am vorletzten Tag gab es noch Besuch von  der Badischen Zeitung, wo die Kinder von ihren Erlebnissen berichten konnten. Der Artikel erschien am 18.4.2019.

 

 

 

 

 

 

 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus Projektleitung), Christian Geppert (Bufdi) , Sandra Koop (Praktikantin)

Projektpartner: Zusammen leben e.V.

Teilnehmer: 10 SchülerInnen der Caritas Berufsvorbereitende Begleitung (BvB)

Alter: 17-19 Jahre

Projektziel: Bau einer Lehmwand als Nisthilfe für Insekten

 

 

Jugendliche stehen um die Lehmmauer herum, die aufgestellt wurde. Ein mann mit blauer Mütze steht rechts im Bild und rückt die Mauer zurecht.Für diese Projektwoche hatten die Schüler und Schülerinnen die Aufgaben eine Stampflehmwand zu bauen. Dazu wurde die Woche von einem Landschaftsgärtner begleitet, der Erfahrung mit Lehmbau hat.

 

Zunächst musste der Boden für das Fundament vorbereitet werden. Auf 4x0,3Meter wurden der Boden ausgeschachtet und mit Forstmischung aufgefüllt. Eisenbahnschwellen wurden als Fundament im Boden befestigt mit Stahlnägeln und an den Seiten Robinienstämme eingelassen. An den Schwellen und Stämmen wurde dann eine Verschalung angebracht.

 

Bereits diese Vorarbeiten erforderten viel Geschick und Ausdauer. Dann musste der Lehm für die Wand aufbereitet werden. Dafür wurden Lehme mit verschiedenfarbigem Lehm so gemischt, dass er für das Stampfen nicht zu trocken und nicht zu feucht war. Anschließend wurde der Lehm in Schichten von ca. 20cm in die Verschalung gefüllt und mit Vorschlaghammer und Eisenplatten fest gestampft. Dies wurde wiederholt bis die ca. 1,50m hohe Verschalung vollständig gefüllt war.

 

Mit Abschluss der Arbeiten am Freitag konnte dann zum Feierabend die Verschalung abgenommen werden und das „Kunstwerk“ bestaunt werden: durch die verschiedenen farbigen Lehme hat die Mauer ein interessantes Muster bekommen.

Man darf gespannt sein, welche Insekten die Mauer als Lebensraum entdecken, und gleichzeitig können sich die Spaziergänger am Dorfbach an der schönen Lehmwand erfreuen. Die Mauer wird zukünftig mit einem Tor den Eingangsbereich in den interkulturellen Garten bilden.

 

 

 

 

 

 

   

 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus Projektleitung), Hennika (Praktikantin)

Teilnehmer: 14 SchülerInnen der Pestalozzi Realschule

Alter: 12-14 Jahre

Projektpartner: Forstamt, NABU AG Fledermaus

Projektziele: Bau einer Trockenmauer mit Hochbeet und Bepflanzung mit Beerensträuchern

                                                                     

Zu sehen ist das Hochbeet, dass in den Hütten oberhalb des WaldHauses entstanden ist. Ein Juge sitz im Hintergrund auf dem Hochbeet und macht Pause. Vorne im Bild liegen die letzten Werkzeuge, die benutzt wurden, um das Hochbeet aufzubauen.Diese Projektwoche fand in der Nähe des WaldHauses bei der Zedernhütte statt, wo angrenzend an eine Terrassenmauer zum Wiesengelände ein Hochbeet entstehen sollte.

Für die Anlage des Hochbeetes musste zunächst ein Teil des Hanges und die Grasnarbe abgetragen werden. Für die Einfassung des Hochbeetes standen Bruchsandsteine aus der Region zur Verfügung. Zunächst haben die Schüler und Schülerinnen ein Schotterbett als Fundament angelegt, worauf sie dann die Trockenmauer errichtet haben. Hier konnten die SchülerInnen Sorgfalt und Genauigkeit entwickeln bei der Auswahl der passenden Steine. Am dritten Tag wurde das Beet mit Erde aus dem interkulturellen Garten aufgefüllt.

Am Mittwoch und Donnerstag ging es dann erstmal in die Holzwerkstatt. Die AG Fledermaus vom NABU hatte Fledermauskästen „bestellt“. Aus Douglasien-Brettern sollten fünf Fledermauskästen gebaut werden. Mit den Kindern wurde zunächst erarbeitet, was sie über Fledermäuse wissen und was es Spannendes im Reich der Fledermäuse zu entdecken gibt. Dann wurde der Bau geplant und es ging ans ausmessen und sägen. Schließlich wurde alles zusammengeschraubt und für zwei Kästen als Dekoration wurde aus Sperrholz eine Fledermaus aufgemalt und ausgesägt.

Am letzten Tag wurde das Beet noch mit Beerensträuchern bepflanzt: Johannisbeere, Heidelbeere, Preiselbeere, Himbeere und Erdbeeren. Tier und Mensch sind nun zum Naschen eingeladen. Abschließend wurden zwei der Fledermauskästen an der Zedern- und der Thujahütte aufgehängt. Die anderen Kästen wurden zum NABU gebracht, der dafür weitere Standorte hat.

 

 

 


 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus Projektleitung), Lisa Shore (Praktikantin)

Teilnehmer: 15 SchülerInnen der Karlschule

Alter:  12-13 Jahre

Projektpartner: Bachpaten (GuT), Klimagarten

Projektinhalt: Bau einer Uferbefestigung am Dietenbach, Bau von Zugängen zum Dietenbach für den Klimagarten

 

 

Vier Jungen stehen an einem Hang, der zu einem Bach führt und stellen den slbstgebauten Errosionsschutz auf. Die Jugen tragen Gummistifel, neben ihnen liegen grroße Spaten.Die Projektwoche fand im Dietenbachpark statt und der Bauwagen konnte in netter Nachbarschaft neben dem Klimagarten (urbanes Gartenprojekt) geparkt werden.

Diese Projektwoche drehte sich rund um den Dietenbach. Der Klimagarten hat zwei Zugänge zu dem Bach, die mit Treppenstufen und Geländer neu gefasst werden sollten, um das Wasserholen zu vereinfachen und den Uferbereich zu schonen. Dazu wurden aus Fichtenstämmen Schwellen, Pfosten und Geländer gesägt. Mit Schaufel und Spaten wurden die Stufen angelegt, die Tritte mit Schwellen und Pfählen befestigt. Die Trittfläche wurde mit Kieseln ausgelegt. An einem Zugang wurde noch ein Geländer mit Handlauf gefertigt und die Seitenbereiche mit Trockensteinen abgegrenzt. Eine sehr schöne Arbeit, die den Kindern viel Lob von den „Klimagärtnerinnen“ eingebracht hat. An einem Tag gab es auch eine Führung durch den Klimagarten und die Kinder konnten Tomaten pflanzen sowie Salat und Kräuter für das Mittagessen ernten.

Die Hauptarbeit bestand darin einen Uferschutz am Dietenbach zu bauen. An einer strömungsreichen Stelle hatte der Bach sich in den Uferbereich eingegraben. Hier sollte die Uferböschung auf fünf Meter mit einer Art Buhne geschützt werden. Dazu wurden aus 100lfm Fichtenstämmen ca. 50 jeweils etwa 1,50m lange Pfosten zugesägt und angespitzt. Dann wurden die Pfähle am Ufer in den Boden geschlagen und davor noch eine zweite Reihe mit Ästen gefüllt. Der Uferbereich bis zu den Pfosten wurde anschließend eingeebnet und abgeflacht.

Abschließend wurde dort Bienenweide eingesät. Ein paar Kinder konnten außerdem an einem neu aufgestellten Insektenhotel noch einen Gitterschutz anbringen.

Das schöne Wetter lud auch zum Erkunden des Dietenbaches ein. Frau Zirker von den Bachpaten hatte wieder das Wassermobil „Bachfloh“ mitgebracht. So konnten die Kinder mit Sieben und Becher ausgestattet werden und erkunden, was im Dietenbach lebt. Anschließend wurden die Tiere sortiert und bestimmt. Anhand der Funde konnte nun die Gewässergüte von den SchülerInnen festgestellt werden.

 

An zwei Tage gab es außerdem noch eine Bachsäuberungsaktion. Die Klasse sammelte auf einer Länge von etwa 500 Metern den leider zahlreichen Müll ein.

 

 

 

 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus Projektleitung), Rose (FÖJ)

Teilnehmer: 20 SchülerInnen der Vigeliusschule

Alter: 12-14 Jahre

Projektpartner: NABU

Projektinhalt: Pflanzung von Heckensträuchern, Heckenpflege und Anlage eine

 

Eine Gruppe von Schülern gräbt mit Spitzhacke und Spaten eine Kuhle in den Boden, damit dort später ein Tümpel angelegt werden kann.Standort für diese Projektwoche war das Biotop Erle, das als kleiner Trittstein zwischen den landwirtschaftlichen Flächen bei Tiengen liegt und vom NABU betreut wird.

Nach dem Herrichten des Lagerplatzes und einem kleinen inhaltlichen Einstieg, ging es gleich tatkräftig zur Sache. Eine ca. 10x4 Meter große Fläche wurde von Brombeerbewuchs befreit und zur Bepflanzung mit Heckensträuchern vorbereitet. Diese Arbeiten wurden am Dienstag fortgesetzt und schließlich Weißdorn, Wildrosen und Berberitze angepflanzt, die dort einen Heckenriegel bilden sollen.

Mittwoch und Donnerstag verteilte sich die Arbeit auf zwei Standorte: eine Gruppe hat bei einem Schilfbestand eine 3x4 Meter große und bis zu 30cm tiefe Grube ausgehoben, um dort einen Tümpel anzulegen, der für den Bestand an Laubfröschen in dieser Gegend einen weiteren Trittstein bietet. Die andere Gruppe hat einen 6x3 Meter breiten Streifen einer bestehenden Hecke verjüngt und auf Stock geschnitten sowie das Schnittgut am Feldrand zu einem großen Haufen zusammengetragen.

 

Beide Arbeiten verlangten viel Ausdauer und Energie, aber die Klasse hatte viel Spaß dabei. Außerdem wurde eine Sandfläche angelegt, die weitere Nistmöglichkeiten für Wildbienen bieten soll. Am Freitag konnte dann der Tümpel mit Folie ausgelegt und befestigt werden. Ein Regenschauer zum Abschluss der Projektwoche sorgte für eine erste Füllung.

 

Weiteres Highlight in den Pausen war Holz sägen, Holz hacken und Feuer machen. Auch die Kochteams haben mit abwechslungsreichen Essen für gute Stimmung gesorgt. Eine Aufgabe war dabei das tägliche Wasserholen mit Schubkarre und Kanistern in der Nachbarschaft. Außerdem wurde die Möglichkeit genutzt, die alte Jenne-Mühle zu besuchen, die nur fünf Minuten vom Standort entfernt liegt. Dort hat uns die Müllerin die Mühle vorgestellt und die Maschinen konnten beim Mahlgang besichtigt werden.

 

Fazit: Eine sehr schöne, abwechslungsreiche Woche und eine sehr zufriedene Klasse inklusive Lehrer*innen!

 

 

 

 

Projektwoche 20: Pflegearbeiten am Wassergraben, Pflanzung von Obstbäumen, Bau von Florfliegenhäusern vom 21.-25. Okt. 2019

 

 

Betreuung: Fynn Zimmermann (WaldHaus Projektleitung), Carlotta (Praktikantin)

Teilnehmer: 30 SchülerInnen der Lessingschule

Alter: 12-13 Jahre

Projektpartner: Regierungspräsidium, Umweltamt, NABU, INULA; Mundenhof

Projektinhalt: Freistellen eines Grabens, Pflanzung von Obstbäumen, Bau von Florfliegenhäusern

 

Schüler legen mit Rechen und anderen Werkzeugen einen Wassergraben auf einem breiten Ladstrich frei. Neben ihnen türmt sich ein bereits entfernter Berg an Unkraut.Der Standort für diese Projektwoche lag im NSG Rieselfeld. Durch den besonders sensiblen Standort waren viele Projektpartner mit im Boot, mit denen am 16.5.2019 eine Vorortbesichtigung stattfand und mögliche Arbeiten besprochen wurden.

Hauptaufgabe sollte es sein am Eschmattengraben Böschung und Bachbett freizustellen, der der Helmazurjungfer als Lebensraum dient.

Nachdem zwei Vorbereitungsklassen den Termin abgesagt hatten, ergab sich erstmals in dem Projekt die Möglichkeit mit einer Regelklasse zu arbeiten. Die 6. Klasse der Lessing Realschule hatte sich kurzfristig mit 30 Schülern und Schülerinnen angemeldet.  

Für diese Projektwoche musste das Projektdesign angepasst werden. So spielten einerseits die Themen Spracherwerb und Kennenlernen keine große Rolle, da es schon eine gewisse Klassengemeinschaft und ausreichend Sprachkenntnisse gab. Gleichzeitig war die Herausforderung die Tagesstruktur so zu gestalten, dass alle aus der Gruppe eine gute Aufgabe hatten.

Mit der Lehrerin gab es eine ausführliche Vorbesprechung, um die Tagesstruktur abzusprechen und die Betreuung von insgesamt drei parallel arbeitenden Gruppen zu gewährleisten (Kochteam plus zwei Arbeitsgruppen).

Für den Betreuungsaufwand war die Schule mit 2-3 Personen vor Ort, vom WaldHaus wurden weitere 2-3 Personen gestellt, so dass an den verschiedenen Standorten immer 1-2 Personen die Arbeiten betreuen konnten. Wegen der längeren Wege wurde die Woche so gestaltet, dass es lediglich am Vormittag eine Arbeitsphase gab, die dafür länger ausfiel. Nach dem Essen  wurde die Zeit für kleine naturpädagogische Impulse genutzt,  die von der Lehrerin vorbereitet wurden. 

 

Am Montag wurde die Gruppe zunächst an der Straßenbahnhaltestelle abgeholt. Der Weg bot bereits erste Einblicke in die Landschaft: Offene Wiesenfläche mit Hecken, die von Wald begrenzt werden. Erste Aufgabe war das Herrichten des Lagerplatzes. Dafür musste Totholz und Laub beseitigt werden, so dass ein Platz für Tische und Bänke und die Feldküche mit Wasserstelle entstand. Als besonderer Gast kam Frau Geigenbauer vom Institut für Naturschutz und Landschaftsanalyse (INULA GbR) dazu, die mit Postern einen lebendigen Einstieg in das Thema „Libellen“ bot. So wurde den Schüler*innen schnell verständlich, warum eine Grabenpflege an dem Standort wichtig ist.

Anschließend ging es mit einer Gruppe von 13 Schüler*innen an den Eschmattengraben, wo die Arbeiten mit Frau Geigenbauer nochmal abgestimmt wurden. Danach gingen alle tatkräftig an die Arbeit mit Sense, Sichel, Harke, Hacke und Heckenschere. Die andere Gruppe mit 11 Schüler*innen blieb in der Zeit am Platz und hat Häuser für Florfliegen gebaut, die in bereits bestehenden Insektenhotels als Überwinterungsplatz für Florfliegen hinzugefügt werden sollen. Für die Häuser mussten die Schüler*innen in Kleingruppen zunächst alle Bretter zurechtsägen, zusammen schrauben und anschließend füllen. So entstanden vier Häuser, die am letzten Tag vollendet wurden (Füllung mit Stroh, Schutzgitter, Anmalen).

Am zweiten Tag waren vormittags zwei Gruppe im NSG aktiv. Die Freistellungsarbeiten am Graben wurden fortgesetzt, außerdem mit den Obstbaumpflanzungen am Löhliweg begonnen. Dort steht eine alte Birnbaumallee, wo bereits einige alte Bäume abgestorben sind. In die Lücken sollten fünf neue Bäume (Schweizer Wasserbirne) gepflanzt werden. In Teams von drei bis vier Personen wurden entsprechend die Pflanzstellen ausgewählt und 50cm tiefe Löcher ausgehoben. Anschließend wurden die neuen Bäume eingepflanzt, ein Pfosten angespitzt und eingeschlagen und der Baum daran angebunden.

Am dritten Tag gab es zunächst einen Ausflug auf den benachbarten Mundenhof, auf dem u.a. alte Nutztierrassen zu sehen sind. Anschließend wurden die Arbeiten fortgesetzt.

Am Donnerstag ging es ein letztes Mal mit beiden Arbeitsteams zum Wassergraben. Mit einer Gruppe wurde das Gewässer untersucht und die Gewässergüte bestimmt, die sich aufgrund der gefundenen Lebewesen als gut einstufen lässt. Parallel hat die andere Gruppe am Graben weitergearbeitet, anschließend Wechsel der Gruppen.

Am Freitag hieß es die Arbeiten abschließen. Mit einer großen Gruppe ging es zu einer Apfelbaumallee, wo fünf Bäume neu gepflanzt werden sollten. Eine kleinere Gruppe blieb am Platz, um die Florfliegenhäuser fertig zu stellen.

Mittags gab es immer eine abwechslungsreiche Mahlzeit, die von wechselnden Kochteams selbst überlegt und vorbereitet wurden. Nach den körperlich anstrengenden Arbeiten eine willkommene Stärkung.

Zum Abschluss gab es immer eine gemeinsame Blitzlichtrunde, wo einzelne sagen konnten, wie ihnen der Tag gefallen hat.

 

Rückblickend lässt sich sagen, dass das Experiment „Projektwoche mit 30 Schüler’innen“ gelungen ist und die Klasse sowie die Lehrer*innen sehr zufrieden mit dem Ablauf waren.

 

 

 

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